Mit zwei Jahren stand ich in Schröcken zum ersten Mal auf Skiern, und seitdem widme ich mich den größten Teil meines Lebens dieser Leidenschaft – heute nicht mehr nur am Arlberg, sondern rund um den Globus. Mein Vater hat mich schon sehr früh mit ins Gelände genommen und mir viel gezeigt und beigebracht, was abseits der Pisten möglich ist. Meinen ersten Ski – die stammten noch von meiner Schwester – kamen aus dem Kästle Werk in Hohenems. Den ersten eigenen (und kompletten) Ski gab es dann erst mit zwölf Jahren: Das war ein weißer Kästle „RX Nationalteam“ Ski, ein extrem heißes Eisen, auf das ich unglaublich stolz war.
Größte Erfolge:
Dritter Platz “Red Bull Snowthrill” 2006
Vierter Platz “Engadine Snow” 2006
Vierter Platz “Columbia Ride” 2006
Erster Platz „Arlberg Open Space“, 2004
Zweiter Platz „Arlberg Open Space“ 2002
Zweiter Platz „Adrenalin Rush“ 2001
The spirit of skiing:
Schnall dir ein paar Latten unter die Füsse und erlebe es selbst.
Die gefährlichste Erfahrung:
Auf der Autobahn hinterm Steuer eingeschlafen.
Die schmerzhafteste Erfahrung:
War mein zweiter Kreuzbandriss als beim ersten Filmprojekt der vergangenen Saison in Kanada in einem verspielten Treerun beim Abschwingen mein Knie in Zeitlupe nach hinten einfach nachgegeben hat. So komisch es klingt ging der unerträgliche Schmerz nicht von meinem Knie sondern von meinem Herzen aus, da ich spürte wie jede Bandfaser einzeln zerreißt und mit ihnen auch alle Projekte die ich noch vor hatte.
Der ultimative Tag auf dem Berg:
Mit den richtigen Leuten am richtigen Tag am richtigen Berg. Es geht nicht spezifisch um die Höhe des Berges, welcher Berg, das Wetter, konkrete Personen, sondern um diese Momente, die man miteinander teilt und genießt.
Was geht dir vor einer steilen Abfahrt durch den Kopf?
Der erste und der letzte Schwung und alles was dazwischen ist. Nichts anderes, außer das was ich gerade mache, der komplette Moment.
Erinnerung an KÄSTLE:
„Seit ich denken kann, fahre ich Kästle. Als Vorarlberger kann man auch gar nicht anders, weil die Ski hier produziert werden und Anton Kästle ein Hohenemser ist. Man könnte fast sagen es ist eine Vorarlberger Tradition. (Mein Vater hat mich von Beginn an auf Kästle gestellt und ich kenne eigentlich gar nichts anderes.) Ich hab mich damals schon komplett mit der Marke identifizieren können, da mich die Persönlichkeiten die damals Kästle gefahren sind, wie Anita Wachter, Hubert Strolz und Pirmin Zurbriggen, damals sehr beeindruckt haben.
Drei Gründe warum KÄSTLE:
Ich fahr Kästle, weil ich gern Ski fahre (1), die von Skifahrern (2) für Skifahrer (3) gemacht sind.
PS: Nachdem sich meine professionelle Skikarriere erst entwickelt hat, als es Kästle nicht mehr gab hab ich nicht mal im Entferntesten daran gedacht, dass ich mal Kästle Teamfahrer werde und jetzt beim Revival dabei zu sein taugt mir extrem.“
Was machst du im Sommer?
Ich widme mich meiner zweiten Leidenschaft, der Film- und Videoarbeit für ZeroDvision – wo wir unter anderem Kunst- und Sportfilme produzieren.
Musik:
ehrliche, handgemachte Musik
Welche Persönlichkeiten und Idole inspirieren dich?
Konkrete Idole und Vorbilder habe ich nie wirklich gehabt. Es sind Menschen, die im Rampenlicht stehen und Menschen auf der Strasse, die allerdings eines miteinander verbindet: Immer das gemacht zu haben, woran sie glauben.
Leidenschaften
Fotografieren, Surfen, Reisen, Menschen neuer Kulturen kennen lernen, die mich inspirieren.