INNOVATIONEN
EVOLUTION. REVOLUTION. PERFEKTION.
Die Sandwichkonstruktion ist die hochwertigste und aufwendigste Methode des Skibaus. Durch die Vielzahl der Kombinations- und Anordnungsmöglichkeiten von Holzkernen, Begurtungen, und sonstigen Bauteilen (Seitenwangen, Beläge, Kanten) kann für alle erdenklichen Einsatzbereiche und Performancelevel die optimale Konstruktionsweise gefunden werden.
Wesentlichen Einfluss auf die Fahrperformance eines Skis haben aus heutigem Stand der Technik vorrangig das Zusammenspiel aus Längssteifigkeit (Flex) und torsionaler Stabilität, sowie das Seitenformkonzept (Sidecut). Weiters spielen Faktoren wie die Schaufel- und Endengeometrie, sowie die Vorspannung eine große Rolle. Letztendlich kommt auch dem Skigewicht wesentliche Bedeutung zu: KÄSTLE verfügt hier mit der patentierten Hollowtech Technologie über ein Alleinstellungsmerkmal, welches das Gewicht der frei schwingenden Massen im Schaufel- und (bei Modellen mit Double Hollowtech) Endenbereich um bis zu 15 % reduziert und so eine zusätzliche Verbesserung des Fahrverhaltens erreicht.
Ein Holzkern ist das zentrale Element und Qualitätsmerkmal für die Schwingungs- und Dämpfungseigenschaften des Skis. Im Gegensatz zu einem Polyurethan-Schaumkern ermüden Holzkerne später, und erhalten somit die Fahreigenschaften langlebiger. Je nach Anforderungsprofil des Produkts kommen verschiedene Hölzer zum Einsatz. KÄSTLE verwendet für die RX-Modelle reine Eschenkerne. Die Esche vereint gutes Gewicht mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften wie Härte, Zug- und Biegefestigkeit sowie Schlagzähigkeit. Die Silbertanne ist deutlich leichter und vereint gute Festigkeit mit ansprechendem Gewicht.
Silbertannekerne kommen in den LX–Modellen zum Einsatz. In Kombination mit der Esche verfügt Silbertanne über eine hervorragende Belastbarkeit, wie es in den Allmountainmodellen MX70, MX78 und MX88 gefragt ist. In den Freeride Modellen MX98, MX108 und MX128, sowie den Freeski Mountaineering Produkten der FX-Serie werden Kombinationen aus Esche, Silbertanne und der sehr leichten Pappel verwendet. Hier dienen die Hartholzstringer der strukturellen Stabilität, während durch Einsatz der Leichthölzer das Skigewicht gering gehalten werden kann.
Als Begurtung werden die maßgeblich tragenden Glasfaser- und Titanalschichten bezeichnet. Sie werden an der Ober- und Unterseite mit dem Holzkern verklebt, wobei hier zusätzliche Schichten aus Kautschuk die optimale Dämpfung des Skis garantieren.
SANDWICH SIDEWALL Die Seitenwangen sorgen für die Kraftübertragung auf die Kanten. Zudem schützen sie den hochwertigen Holzkern. Mit Phenol kommt hier ein hochfester Faserwerkstoff zum Einsatz, der durch seine hohe Steifigkeit eine direkte Kraftübertragung auf die Kante sicherstellt, wie es auf harten und eisigen Pisten erforderlich ist. ABS ist hingegen weniger steif, jedoch wesentlich zäher. So dämpft es punktuelle Schläge besser und reduziert die Gefahr eines Kantebruchs, welcher abseits der Pisten auftreten kann.
SANDWICH CAP
Soll ein Ski – wie die LX Modelle von KÄSTLE – über einen sehr harmonischen, weicheren Längsflex verfügen, ist dies mit der Sandwich Sidewall Konstruktion ab einem gewissen Punkt nur mehr zu Lasten der torsionalen Stabilität möglich. Um angenehmen Längsflex mit hoher torsionaler Steifigkeit zu vereinen, ist es sinnvoll, einen traditionellen Sandwichkern mit einer strukturellen Schale (CAP) zu verstärken. Ein Holzkern und die entsprechenden Glasfaser- und Titanalbegurtungen ermöglichen eine perfekte Abstimmung von Schwingungsverhalten und Flex. Die umschließende Schale aus verschiedenen Glasfasergurten wirkt wie eine Torsionsbox und gibt dem Ski hohe torsionale Stabilität. Wesentlich ist dabei höchste Qualität der Werkstoffe für das Innenleben und die Struktur und die Fertigung in Sandwichbauweise.